ROCK HARD - 1990
...FIRST DEMONSTRATION
Aus Offenburg stammt diese Combo, die mit "First demonstration" ein außergewöhnliches Progressive Trash/Power Metal-Demo abgeliefert hat. Vier sauber produzierte Songs, darunter ein Instrumental, lassen schnell aufhorchen und heben das Quartett aus der inzwischen unglaublichen Schwemme an Demobands (da muß irgendwo ein Nest sein) heraus. Die Stärken der vier Musiker sind vor allem ihre Ideenvielfalt (interessante Breaks, eigenwillige Melodiebögen) und die ausgearbeiteten Arrangements, die für deutsche Bands dieses Spektrums immer noch ungewöhnlich sind. PARALYTIC OF... (ich kann mich nicht so recht entscheiden, ob ich den Namen originell oder schlicht bescheuert finden soll...) leben nicht - wie viele andere Gruppen - von ein, zwei musikalischen Vorreitern, denen der Rest hoffnungslos hinterherhinkt, sonder präsentieren sich als wirkliche Band, die schon im Demostadium gut aufeinander eingespielt ist. Da bildet erfreulicherweise auch der Sänger (kraftvoll, rauh) keine Ausnahme, obwohl er aufgrund längerer Instrumentalpassagen oft Zwangspausen einlegen muß. Sicherlich ist dieses vorbildlich aufgemachte Tape (das Cover enthält Songtexte, kurze Anmerkungen zu den einzelnen Stücken und einen Abriss der Bandgeschichte) nichts für Freunde musikalischer Schnellkost; wer's aber aber auch weniger eingängig vertragen kann, wird die Ausgabe nicht bereuen...

UNDER THE CROSS - 1990
...FIRST DEMONSTRATION
Wenn man das Demo von PARALYTIC OF... erstmals in die Finger nimmt, fällt einem erst mal die sehr gute Aufmachung auf. Texte und Biographie sind auf dickem, nicht gerade billigem, Papier gedruckt. Nur für das Cover hätte man sich etwas ausdenken können (nur der Schriftzug). Kommen wir zur Musik. Der erste Song, "Three dark kings", geht gleich ziemlich schnell zur Sache, besonders der Refrain bleibt gleich beim ersten Hören im Ohr. Der zweite Song "The chase" ist ein bißchen langsamer gehalten, hat aber einen Haufen geiler Breaks. Die zweite Seite wird mit dem Instrumental "Cruel child" eröffnet. Es ist ziemlich schleppend, aber Tempo ist ja nicht alles, so kann es ohne Probleme mit den beiden Vorgängern mithalten. Als viertes und letztes Stück kommt "Gagarin", welches auch ein bisserl langsamer ist, aber duch einen sehr guten Songaufbau besticht. PARALYTIC OF... haben ein sehr gutes Demo vorzuweisen, welches nicht nur durch sehr gute Instrumentierung und guten Gesang, sondern auch wegen des Sounds weit über dem Durchschnitt anzusiedeln ist. Den Stil würde ich mit Power/Speed ansetzen, wobei der Speed nicht an erster Stelle steht....

UNDERGROUND EMPIRE - 1990
...FIRST DEMONSTRATION
Das "First demonstration"-Demo der Offenburger Band PARALYTIC OF... ist zwar schon etwas älter, hat aber trotzdem seine
Berechtigung. Wobei man allerdings sagen muß, daß dieses Demo eher etwas für Leute ist, die sich mit einem solchen auch
auseinandersetzen und nicht nach einmaligem Hören in die Ecke schmeißen. Den Musikstil der Band zu bestimmen ist wirklich nicht
ganz einfach, ich würde es mal grob als ungewöhnlichen Power Metal bezeichnen, wobei man das Wort "progressiv" nicht ganz unter den
Tisch kehren kann. Es folgen nacheinander unzählige geile Parts, darunter auch leicht schräge Töne, ohne daß der Eindruck entsteht,
daß man diese blind aneinandergereiht hat. Die vier Songs sind wahrlich keine leichte Kost, aber sie stellen sich nach mehrmaligem
Hören als kleine Meisterkompositionen heraus. Auch der Sound und die Aufmachung stellen keinen Schwachpunkt dar, so daß sich die
Kohle sicherlich lohnt...

ROCK HARD - 1993
...PAULS'...
"Pauls" nennt sich das zweite musikalische Lebenszeichen der nationalen Progressiv-Combo PARALYTIC OF..., die aus dem Offenburger Raum stammt und bereits seit Ende '88 mehr oder weniger erfolgreich ihr musikalisches Unwesen treibt. "Paul" ist ungleich ein Vorname, wie man der Bandbio entnehmen kann (unglaublich! - Red.) ; alle Achtung, die Jungs scheinen es richtiggehend draufzuhaben. Nachzuhören auf Songs wie 'Mr. 23', 'Don't deny', dem trashlastigen 'If there would be...' und dem coolen 'The joker's smile'. Die Musiker beherrschen ihre Instrumente vorzüglich, wahrscheinlich sogar im Schlaf, und lassen keine Gelegenheit aus, die dem verdutz dreinhörenden Konsumenten unter die Nase zu reiben. Kein Wunder, daß nachvollziehbare Strukturen dabei etwas auf der Strecke bleiben. Dies sollte Interessenten jedoch nicht davon abhalten, das Tape anzuchecken, da man PARALYTIC OF... ansonsten zugestehen muß, saubere Arbeit abgeliefert zu haben...

ROCKFABRIK LIVE - 1991
...FIRST DEMONSTRATION
Tief in den Schluchten der Rockfabrik lag irgendwann mal dieses Tape herum, ich nahm es, las PARALYTIC OF... "...FIRST DEMONSTRATION" , warf die Stirn in Runzeln und steckte das Tape in den Kassettenschacht, und siehe da, was da aus den Boxen kan gefiel mir. Jetzt wollt ihr natürlich wissen, was das ist, aber es ist schwer zu beschreiben. "THREE DARK KIINGS" und "THE CHASE" sind geile Powerrocker mit viel Melodie, gutem Rhythmus und tollen Mittelteilen. Wie die Titel vermuten lassen, klingt das ganze auch noch sehr mystisch (old Outrage?), der Sound hats mir auf jeden Fall angetan. Daß die Jungs ihre Instrumente beherrschen hört man, auch wenn das Instrumental auf der 2. Seite etwas seltsam klingt. Jedoch das schiefeste Stück ist "GAGARIN" - technisch und musikalisch so anders, daß es schon wieder genial ist. Die markante Stimme von Heiko Knief setzt dem ganzen noch die Krone auf. Wer was anderes will, soll sofort...

HEAVY, ODER WAS?! - 1993
...PAULS'...
....ohne Klischees...
Lange hat man auf den zweiten Streich dieser Band warten müssen. Aber es hat sich gelohnt. PARALYTIC OF... hat mit "...Pauls'..." ein Demo abgeliefert, welches sehr schwer zu beschreiben ist und in keine Schublade passt. Im weitesten Sinne sind auf "...Pauls'..." komplexe, powervolle Tracks zu finden, die jederzeit nachvollziehbar sind, ohne jedoch zu Ohrwürmern zu werden. Die Band versucht geschickt, Klischees zu umschiffen, wie schon der originelle Gruppenname und der seltsame Demotitel beweisen. Die Songs sind mal schnell, dann wieder langsam, was für Abwechslung sorgt. PARALYTIC OF... ist somit eine Band, der man Zeit lassen sollte, ihre ureigene Identität zu finden. Ideen sind massig vorhanden. Überzeugt Euch selbst, indem Ihr Euch "...Pauls'..." anschafft....

HEAVY, ODER WAS?! - 1995
...THE CLICK_CLACK
....ungewöhnlich eigenständig...
So ungewöhnlich wie die humorvolle Aufmachung, die witzigen Texte und der Titel ist auch die musikalische Muke dieser deutschen Band. Erwähnenswert ist unbedingt die Eigenständigkeit, mit der PARALYTIC OF... zu Werke gehen. Ein Vergleich lässt sich auch nach längerem Überlegen nicht ausmachen. Abstrakte Grooves findet man an allen Ecken und Enden und trotzdem bleiben die Songs relativ leicht im Ohr hängen. Die Jungs haben sich wirklich große Mühe gegeben in punkto Songwriting, denn trotz der relativ komplexen Instrumentierung lassen sich die Stücke leicht nachvollziehen und ein ausgeprägtes Maß an Spielfreude ist ebenfalls positiv zu vermerken. PARALYTIC OF... sind alles andere als komerziell ausgerichtet, was die Angelegenheit aber erst recht reizvoll macht....

IRON PAGES - 1999
...A GROOVY KIND OF SEASICKNESS
Nach drei Demos seit der Bandgründung 1988 schicken PARALYTIC OF... ihre erste CD "...a groovy kind of seasickness" nach. Wenn das Wort "Groove" im Titel vorkommt, sollte man manchmal seine Schlüsse ziehen und liegt im Falle der Offenburger auch richtig. Moderner Groove-Sound paart sich mit Riff-Attacken im Trashstil und Baßläufen aus dem Techno-Trash/Prog-Genre. Sie sagen, sie lassen sich nichts vorschreiben und so vielfältig hören sich dann auch ihre Lieder an. Wer es nicht so genau nimmt und Spaß im Vordergrund zu stehen hat, kann mit ... DM testen: ....

 

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